Der Anbau von genmanipulierter Baumwolle hat neue Schädlinge begünstigt. Das berichtet ein chinesisches Forscherteam im Fachblatt "Science". Bauern in China pflanzen seit 1997 Bt-Baumwolle. Die Ernte fällt besser aus, außerdem müssen die Bauern nicht mehr Insektizide spritzen, weil das zusätzliche Gen die Pflanzen vor der Baumwolleule schützt. Allerdings vermehren sich seitdem Weichwanzen in den Baumwollfeldern, und fallen auch in angrenzende Obst-Plantagen ein.
Ganze Regionen in China hätten große Probleme mit den bis vor wenigen Jahren unbedeutenden Schädlingen, so die Forscher. Jetzt müssten die Bauern jedes Jahr Insektizide sprühen, um die Felder vor den Wanzen zu schützen. Die Entwicklung zeige, so die Wissenschaftler weiter, dass durch das Ausschalten eines Schädlings ein anderer begünstigt werden könne. Vor einem großangelegten Anbau gentechnisch veränderte Pflanzen sollten daher die Folgen besser untersucht werden. [gät]
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