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BI - Pressenmitteilung 08/2009 PDF Drucken E-Mail
Informationen - Presse

Spritzmittel für KWS Gentech-Zuckerrübe wirkt bei menschlichen Zellen schädlich bis tödlich

Der gentechnisch veränderten Zuckerrübe der KWS wurde ein Resistenzgen eingebaut, um sie ungehindert mit dem Spritzmittel "Roundup" von Monsanto zu bearbeiten. Dieses Pestizid steht erneut in der Kritik. Anlass ist eine französische Studie der Universität Caen. Die neue Studie zeigt, dass das Unkrautvernichtungsmittel  schon in sehr geringen Konzentrationen menschliche Zellen abtötet. Die vier getesteten Roundup-Varianten töten etwa Zellen aus menschlichen Nabelschnurvenen binnen 24 Stunden. Und das sogar in so geringen Chemikalien-Dosen, wie sie regelmäßig als Rückstände in Lebensmitteln oder Tierfutter aus Soja vorkommen. Dafür macht der Studien-Koautor Séralini nicht in erster Linie den Hauptwirkstoff von Roundup - Glyphosat - verantwortlich. Die Zusatzstoffe wie das Mittel Tallowamin aber "verändern die Durchlässigkeit der menschlichen Zellen und verstärken die Giftigkeit" von Glyphosat, schreibt Séralini in einem Artikel in der Fachzeitschrift Chemical Research in Toxicology. Der Forscher sagte deshalb: "Roundup sollte verboten werden."
Die BI fordert die KWS auf der Bevölkerung  "Roundup" nicht mehr als umweltfreundlich zu verkaufen und keine Pflanzen anzubauen, die ausschließlich mit diesem gesundheitschädlichen Mittel behandelt werden. Es ist unverantwortlich immer großflächigeren Anbau von diesen gentechnisch veränderten Pflanzen zu propagieren.
Das Schweizer Moratorium "für eine gentechnikfreie Landwirtschaft" wurde vom Schweizer Bundesrat um drei Jahre verlängert.
Verboten ist der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen auch in Österreich, Ungarn, Griechenland, Polen, Luxemburg, Frankreich und Deutschland. Weitere EU-Mitgliedstaaten verzichten auf den Gentech-Anbau oder haben gentechnikfreie Regionen gegründet.
Am 23.07. scheiterte die Europäische Kommission in Brüssel im Ständigen Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit an den Mitgliedstaaten mit der Zulassung von drei GVO-Maissorten als Lebens- und Futtermittel.
Wann wird die KWS endlich aufhören, die Risiken und Gefahren der Gentechnik zu leugnen?